Montag, 18. Juni 2018

Darmkrebsmonat März: Dringender Aufruf zur Vorsorge

Hamburg - (dgk) Kennen Sie die auch, die Aufschieberitis? Gern auch, wenn weniger angenehme Dinge wie eine Vorsorgeuntersuchung anstehen, schieben viele so etwas vor sich her. Aber gerade bei der Vorsorgeuntersuchung auf Darmkrebs hat man nur Vorteile: 99 von 100 sind ohnehin gesund bzw. haben nur Polypen, die dann entfernt werden, bevor Krebs überhaupt entstehen kann. Nur bei 1 von 100 untersuchten Personen ist ein auffälliger Befund zu erwarten, das Karzinom kann dann aber früh und damit erfolgreich behandelt werden.
Nach wie vor erkranken jährlich mehr als 60.000 Männer und Frauen in Deutschland an Darmkrebs, mehr als 25.000 sterben daran. Die gute Nachricht: Bei einer frühzeitigen Erkennung lässt sich Darmkrebs in vielen Fällen vollständig heilen. Gemeinsam rufen daher die Felix Burda Stiftung, die Stiftung LebensBlicke und das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. bereits zum 17. Mal den Monat März als Darmkrebsmonat aus. Die in diesem Monat stattfindenden Kampagnen sollen daran erinnern, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen.
"Bei keiner anderen Krebserkrankung sind Früherkennung und Vorsorge so erfolgversprechend wie bei Darmkrebs", sagt Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Er lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich über das Thema Darmkrebsvorsorge zu informieren und mit Angehörigen und Freunden über das Thema zu sprechen.
Darmkrebs entwickelt sich aus Vorstufen, bestimmten Arten von Polypen. Darmpolypen sind keine Seltenheit. Die Schleimhautvorwölbungen finden sich im Durchschnitt bei jedem Zehnten. Je älter ein Mensch wird, desto häufiger kommen Polypen vor. In den meisten Fällen bereiten Darmpolypen keine Beschwerden. Manchmal kann ein Polyp bluten. Wenn die Wucherungen bei der Vorsorgeuntersuchung früh auffallen, kann der Arzt sie mit einer unkomplizierten Prozedur entfernen, so dass Darmkrebs gar nicht erst entsteht.
Die Vorsorgeuntersuchungen basieren in erster Linie auf einem immunologischen Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl (i-FOBT – neu in der Regelversorgung seit 2017) sowie auf einer Darmspiegelung (Koloskopie). Mit dem Stuhltest werden auch kleinste Blutmengen, z. B. von Polypen nachgewiesen, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind.

Darmspiegelung

Die Darmspiegelung gilt als beste Methode gegen Darmkrebs. Manche Menschen aber scheuen diese Untersuchung, weil sie einen negativen Befund fürchten. Diese Angst ist unbegründet: Denn nur bei rund 1 Prozent der Untersuchten wird tatsächlich Darmkrebs festgestellt. Und selbst diese Karzinompatienten befinden sich überwiegend – zu fast 70 Prozent - in einem frühen Erkrankungsstadium, so dass hier eine Heilung sehr wahrscheinlich ist. Den größten Nutzen dieser Präventionsmaßnahme dürften die rund 7 Prozent der Teilnehmer haben, bei denen Krebsvorstufen, sogenannte fortgeschrittene Adenome festgestellt und entfernt werden, noch bevor sie sich zu einem Krebs weiterentwickeln.
Für die Mehrheit der Teilnehmer an der Vorsorge-Koloskopie bleibt die Untersuchung ohne jeglichen Befund. Ihnen wird also ihre Gesundheit bestätigt. Seit Einführung der Vorsorgekoloskopie im Jahr 2002 haben bereits über 6,5 Millionen Menschen eine Vorsorge-Koloskopie in Anspruch genommen. Dadurch konnten bis heute circa 120.000 Todesfälle und 250.000 Neuerkrankungen von Darmkrebs verhindert werden.

Darmkrebsvorsorge: ab wann?

Alle über 50 haben Jahren ein erhöhtes Darmkrebs-Risiko, daher wird ihnen empfohlen ab dem 51. Lebensjahr regelmäßig einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl und ab 55 Jahren eine Darmspiegelung zur Früherkennung zu machen. Die Kosten hierfür trägt die Krankenkasse. In der Regel sind Darmspiegelungen nicht so unangenehm, wie oft befürchtet und moderne Methoden sorgen für eine schonende Vorbereitung. Menschen, in deren Familien bereits Fälle von Darmkrebs aufgetreten sind, haben ein höheres Risiko ebenfalls daran zu erkranken. Sie sollten früher mit dem Vorsorgeprogramm beginnen, denn auch sehr junge Leute können davon betroffen sein.
Auch mit einem gesunden Lebensstil kann man dem Tumor im Darm vorbeugen: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen sowie viel Bewegung und möglichst wenig Nikotin und Alkohol senken das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Zudem sollte sich der Zeiger auf der Waage in Richtung Normalgewicht bewegen. (Foto: tbel-Fotolia)

(aktuell bis 31.03.2018 - 3005 x aufgerufen)

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